Das Zynoptixverfahren


Bei dem von Bausch & Lomb entwickelten Zynoptixverfahren, handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff mittels Laser am Auge, um Sehstörungen zu beheben. Bausch & Lomb wurde 1853 in den USA gegründet und ist heute der weltweit führende Anbieter von Kontaktlinsen. Zusätzlich wurde der Bereich der Medizintechnik in jüngster Zeit stark ausgebaut.

Das Zynoptixverfahren kann eingesetzt werden, um Myopie (Kurzsichtigkeit) und Astigmatismus (Stabsichtigkeit) zu behandeln. Momentan ist es jedoch noch nicht möglich Hyperopie (Weitsichtigkeit) oder Presbyopie (Altersichtigkeit) zu behandeln.

Myopie ist die am weitesten verbreitete Sehstörung. Kurzsichtige Menschen sehen lediglich in der Nähe scharf. Hierfür ist eine zu starke Krümmung der Hornhaut oder ein zu langer Augapfel verantwortlich. Mit der Laserbehandlung wird die Krümmung der Hornhaut abgeflacht und der Brennpunkt korrigiert. Astigmatismus hingegen wird dadurch verursacht, dass die Hornhaut des Auges zwei unterschiedliche Krümmungen aufweist. Diese Krümmungen müssen gleichzeitig in einer Behandlung korrigiert werden, um zu erreichen, dass nur ein Brennpunkt auf der Netzhaut entsteht.




Unterschiede zwischen dem Zyoptixsystem und dem Lasiksystem

Das Zynoptixsystem übertrifft das herkömmliche Lasiksystem bei Weitem, da das Sehvermögen in weit größerem Umfang verbessert werden kann. Bei einem Eingriff kann die individuelle Beschaffenheit des Auges besser berücksichtigt werden und die Diagnose fällt genauer aus. Aufgrund der verbesserten Technologie ist es dem Chirurgen möglich, jedes Auge auf zuvor nicht sichtbare Details zu untersuchen. Die Behandlung kann somit genauer geplant werden. Zusätzlich kann die Stärke der Laserstrahlen variiert werden, um den Eingriff weiter zu präzisieren.

Diese erhöhte Präzision führt dazu, dass neben den Standardsehfehlern auch kleinere Sehstörungen behoben werden können. Zum Beispiel können durch Streulicht verursachte Sehfehler, die zu schlechter Nachtsicht führen, entdeckt und behoben werden.

Sowohl Eingriffe mittels Lasiksystem, als auch Eingriffe mittels Zynoptixsystem erfolgen in hohem Maße computergesteuert. Sie zeichnen sich durch Schnelligkeit und Schmerzlosigkeit aus und nehmen jeweils nur wenige Minuten pro Auge in Anspruch.

Das Zynoptixverfahren ist jedoch gewebeschonender einsetzbar, da ca. 20% weniger Gewebe durch den Eingriff zerstört wird. Außerdem ist eine Korrektur innerhalb eines größeren Dioptriengrades möglich. Gleichzeitig sind bessere visuelle Leistungen des Auges erreichbar.

Eine Laserbehandlung wird in der Regel nur bei Menschen durchgeführt, die älter als 21 Jahre sind und deren Sehstärke in den letzten zwei Jahren stabil war. Der korrigierbare Dioptrienbereich reicht bei Kurzsichtigkeit bis zu ca. 12 Dioptrien, bei Astigmatismus reicht der Bereich bis zu 7 Dioptrien. Diese Werte hängen jedoch vom behandelnden Arzt und dessen verwendeten Geräten ab.


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