Die Photorefraktive Keratektomie (PRK)


Die Photorefraktive Keratektomie, kurz PRK, wird seit 1986 angewandt und ist seit 1995 in Deutschland als medizinisches Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten anerkannt. Die PRK-Behandlung ist das am längsten angewandte Laserverfahren zur Behandlung von Sehstörungen.

Die Photorefraktive Keratektomie unterscheidet sich von der neueren LASIK-Behandlung dadurch, dass Epithel entfernt wird. Beim LASIK-Verfahren wird hingegen nur ein Teil der oberen Hornhautschicht hoch geklappt, damit darunterliegendes Gewebe mittels eines Lasers abgeschliffen werden kann. Um sich einer PRK-Operation unterziehen zu können, muss der Patient mindestens 18 Jahre alt sein. Das Auge sollte ausgewachsen sein und die Sehstärke muss mindestens seit einem Jahr konstant sein. Eine PRK-Behandlung ist nur bis zu einer Sehstärke von -6 Dioptrien bei Kurzsichtigkeit und +3 Dioptrien bei Weitsichtigkeit möglich.




Des Weiteren ist vor dem Eingriff eine Voruntersuchung durch den behandelnden Arzt notwendig. Während dieser Untersuchung wird die genaue Beschaffenheit der Hornhaut festgestellt, die Dicke von Hornhaut und Pupille wird gemessen und die Tränendrüsen werden untersucht.

Genau wie andere chirurgische Eingriffe am Auge wird auch die PRK-Behandlung ambulant durchgeführt. Der eigentliche Eingriff dauert meist nicht länger als eine Viertelstunde. In der Regel können beide Augen in einer Sitzung behandelt werden. Der Chirurg betäubt das Auge, entfernt die obere Hornhautschicht und korrigiert das Hornhautgewebe darunter. Die abgelöste Hornhautschicht wächst innerhalb weniger Tage nach.

Im Vergleich zu neueren Technologien dauert der Heilungsprozess bei einer Photorefraktiven Keratektomie länger und ist weitaus schmerzhafter. Es kann zu einem Fremdkörpergefühl im Auge, Brennen, Schwellungen und starkem Tränenfluss kommen. Nach der Operation müssen die Augen vorerst durch einen Verband und spezielle Kontaktlinsen geschützt werden. Außerdem ist die Verwendung antibakterieller und entzündungshemmender Mittel nötig. Die Sehfunktion verbessert sich nur langsam. Es dauert zwischen drei und sechs Monaten bis sie sich vollständig stabilisiert hat. Innerhalb dieser Zeit ist das Auge zudem besonders lichtempfindlich. Da der Effekt des Eingriffes meist leicht rückläufig ist, die visuelle Leistung sich also wieder leicht verschlechtert, wird in der Regel eine geringe Überkorrektur vorgenommen. Modernere Behandlungsmethoden ermöglichen schnellere und vor allem fast schmerzfreie Heilungsprozesse. Trotzdem entscheidet der behandelnde Arzt von Fall zu Fall, welche Behandlungsmethode den größten Erfolg verspricht. Verschiedene Gründe können gegen eine LASIK-Behandlung sprechen. Sie ist zum Beispiel nicht für Patienten mit dünner Hornhaut oder sehr trockenen Augen geeignet. Eine weitere Alternative zur Photorefraktiven Keratektomie und dem LASIK-Verfahren besteht in der neu entwickelten Zyoptix-Behandlung.


Wichtiger Hinweis

Eine Korrektheit der Inhalte auf Lasiknet.de kann nicht garantiert werden. Sie können und dürfen Inhalte von Lasiknet.de nicht als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.