Risiken einer Lasik Augenoperation
Die Operation mit dem Lasik- Verfahren hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung zugenommen, die Komplikationsrate wird zwar nur auf ein bis fünf Prozent festgelegt, aber in Wahrheit haben mehrere Patienten nach dem Augenlasern erhebliche Probleme.
Der ungünstigste Ausgang im Lasik- Verfahren ist eine notwendige Transplantation einer neuen Hornhaut, man spricht hier von dreißig bis vierzig Patienten im Jahr deutschlandweit. Besonders bei verschiedenen Lichtverhältnissen und in der Dunkelheit treten bei diesen Patienten Komplikationen auf, die nicht behoben werden können. Betroffene beklagen sich, dass ihre Wahrnehmungen von Ärzten nicht ernst genommen werden. Bei vielen Patienten wurde zwar die Kurzsichtigkeit behoben, aber weites Sehen ist noch lange kein gutes Sehen, wenn die Sehqualität darunter leidet. Kontraste werden nicht mehr wahrgenommen, Fahren im Dunkeln mit dem Auto wird unmöglich, das geht so weit, dass einige Berufe nicht mehr ausgeübt werden können.
Laut Aussage von Spezialisten kann auch ein Lasik- Verfahren mit gutem Ausgang die Benutzung einer Brille ab einem bestimmten Alter nicht verhindern, denn Alterskurzsichtigkeit kann nur mit einer Brille begegnet werden. Wenn man der Erfolgsgeschichte der Laserbehandlungen glauben will, ist es jedoch nicht einfach, zu entscheiden, ob oder für wen das Lasik- Verfahren Erfolg versprechend ist. Eine Vielzahl von Patienten verlässt die Laser- Kliniken sehr zufrieden.
Ein stärkeres Eingehen der Ärzte auf gewisse Lebensumstände von Patienten sollte bei einem Patientengespräch im Vordergrund stehen. Umfangreiche Untersuchungen können im Vorfeld schon entscheiden, welcher Patient besonders für Risiken anfällig ist. Risikopatienten mit einer dünnen Hornhaut, großen Pupillen bei dunkler Beleuchtung oder aber mit verschiedenen Hornhauterkrankungen, wird von einer Operation abgeraten, diese Patienten sollten sich dann auch gegen eine Operation entscheiden. Viele Patienten greifen auch auf die Möglichkeit zurück, sich im Ausland die Augen lasern zu lassen, denn gerade im Ausland sind diese Operationen um einiges günstiger als in Deutschland, viele Betroffene vergessen dabei aber die notwendigen Nachbehandlungen.
Trotz allem kommt hinzu, dass in Deutschland das schmerzhaftere Verfahren angewendet wird, aber Augenlaser-Touristen ausschließlich mit einer praktisch schmerzfreien LASIK behandelt werden. Wird nun die Wirkung von Empfehlungen berücksichtigt, ergibt das ungeheure Konsequenzen für deutsche Kliniken. Aber trotz allem sollte man das mögliche Risiko, gerade, wenn es um das Augenlicht geht, nicht auf die leichte Schulter nehmen, und diese Art von Operation nicht unbedingt im Ausland vornehmen lassen.